Gut Buttel

 

Der Hof zu Buttel gehörte um 1300 ebenso wie alle anderen Höfe zum Kloster Rastede. Die erste Erwähnung geht auf das Jahr 1275 zurück. Die Besitzerfolge auf Gut Buttel ist lang.
Bis zum heutigen Besitzer Wilfried Thoms waren bereits 18 weitere Männer und Frauen Herr bzw. Frau auf Gut Buttel.
Im Laufe der Jahre sind zahlreiche Verbindungen durch Heirat nach Westerstede, Ohmstede, Etzhorn und Rastede dokumentiert.
"Butteler Olben", Oltmann Hilbers, heiratete 1853 die Tochter des Hausmanns Oltmann Klockgether aus Wahnbek.
In der Dänenzeit geriet auch der Einzelhof Buttel wie viele anderen Hausleute in finanzielle Schwierigkeiten.
Johann zum Buttel mußte zwischen 1720 und 1750 das gesamte Ackerland, den Esch und die meisten Wiesen verkaufen. Für den Esch (ca. 16 Scheffelsaat) erhielt er vom Generalquartiermeister Chr. Eb. D. von Ötken, Erbherr auf Gut Loy, 325 Taler sowie zwei Speziesdukaten für seine Ehefrau.
Von Ötken betonte ausdrücklich, das Johann zum Buttel all sein altes Ackerland verkauft und aus der Heide neu kultiviert hat. Durch Verpfändung und Verkauf haben Johann zum Buttel und sein Sohn Gerd von 1712 bis 1758 weit über 5000 Taler aufgenommen.
Oltmann Hilbers verkaufte den Hof 1904 für 150 000 Mark an Johann Hanken aus Ohmstede. Der verpachtete den Hof sofort an seinen Schwager Rudolf Koeppen.
Von 1948 bis 1965 bewirtschaftete Landrat Harry Wilters als Pächter des Hof.
Das Haus, ein stattlicher Fachwerkbau, war 1681 zwölf Fach lang. 1904 wurde es durch einen modernen Bau ersetzt. Lediglich der alte Schafkoven erinnert noch an vergangene Zeiten.

Klaus Hillen, Wahnbek
Tel: 04402 - 4577